KlosterMuseum St. Märgen
Landschaft - Kunst - Uhrengeschichte

Internationaler Museumstag

am Sonntag, 17. Mai 2015  im Kloster Museum St. Märgen

Lernen Sie das Kloster Museum St. Märgen in seiner Vielfalt kennen.

Tagesprogramm

10.15 Uhr       Führung: Die Museumslandschaften im KlosterMuseum St. Märgen

11.00 Uhr   Eröffnung der Sonderausstellung „Schwarzwalduhren, altes Handwerk – NEU“  im Kapitelsaal (begrenzte Sitzplätze) im Kloster Museum St. Märgen

Der Enthusiasmus von Sammlern alter Schwarzwalduhren und ihr vereinzelter Hang zum Perfektionismus führt zur Wiederentdeckung alter Handwerkskunst und kombiniert diese mit geeigneten, heute verfügbaren Materialen und Fertigungsmethoden.

14.00 Uhr       Führung: Schwarzwälder Uhrmacherei und weltweiter Uhrenhandel

15.00 Uhr       Führung: „Schwarzwälder Leben“ – Altes Handwerk und bäuerliches Leben im 19. / 20. Jh. in St. Märgen

16.00 Uhr       Führung: Die Museumslandschaften im Kloster Museum St. Märgen

Das Museum ist von 10 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
Die Museumslandschaften im Kloster Museum St. Märgen können in einer Führung zum Preis von 4,00 Euro pro Person besichtigt werden.

Schwarzwalduhren
Altes Handwerk NEU

Sonderausstellung
vom 17. 5. 2015 bis 14. 2. 2016

Genügen die Restaurierungen von Sammlern alter Schwarzwalduhren musealen Ansprüchen?

Die alte
Schwarzwalduhr im Fundzustand zu konservieren, eventuell behutsam zu restaurieren, ist nicht unbedingt die Vorgehensweise vieler Sammler und Hobbyrestauratoren.
Ein unvollständiges Uhrwerk, ein Uhrwerk ohne Schild oder gar ein Automat ohne Funktion gewinnen ihren Reiz für einen Sammler erst, wenn ein solches Fundstück vervollständigt und seine vermeintliche Funktion wieder hergestellt ist.
Dieses Vorgehen von Sammlern wird dann fraglich, wenn Ergänzungen vorgenommen werden, für die, wie in den meisten Fällen, Vorlagen fehlen. Insbesondere wenn solche Ergänzungen

oder Restaurierungen täuschend echt gelungen sind, schlägt das
Herz eines jeden Sammlers und Hobbyrestaurators höher.

Im Kunsthandel spräche man hier schlicht von Fälschung.
Bei der Restaurierung von Schwarzwalduhren prallen also sehr gegensätzliche Ansichten aufeinander. Andererseits sind viele Handwerkstechniken und Materialien, die bei der Herstellung früher Schwarzwalduhren ihre Anwendung fanden, in Vergessenheit geraten oder heute nicht mehr verfügbar. Hier sind es aber gerade die Perfektionisten unter den Sammlern und Hobbyrestauratoren, die alte, zum Teil nicht mehr ausgeübte Handwerkstechniken
wieder auferstehen lassen.

Uhrenschilder in Hinterglasmalerei oder Lackschilder entstehen mit der gleichen Perfektion wie früher. Marmorierte Papiere mit Mustern, wie sie im 19. Jahrhundert üblich waren, werden wie einst mit Ochsengalle, Kamm und Kleisterbad hergestellt. Fehlende Zahnräder und Zeiger,
egal ob aus Holz oder aus Messing, werden einzeln und pass genau angefertigt und zu einem funktionierenden Uhrwerk zusammengesetzt. Datumsanzeigen oder auch astronomische
Anzeigen werden rekonstruiert oder in alter Manier an einem geeigneten Fundstück ergänzt. Automatenfiguren oder auch Musikspielwerke erwachen zu neuem Leben.
Der Enthusiasmus von Sammlern alter Schwarzwalduhren und ihr vereinzelter Hang zum Perfektionismus führt zur Entdeckung alter Handwerkskunst und kombiniert diese wo nötig mit geeigneten, heute verfügbaren Materialen und Fertigungsmethoden. Alte Uhren und Automaten werden zu neuem Leben erweckt. Der Besucher der Ausstellung kann sich selbst ein Bild von der Perfektion der neuen „alten“ Uhrenteile und Ergänzungen machen. Vielleicht wird aber auch der eine oder andere Sammler, der die Ausstellung besucht, durch die Qualität der Nachbauten und Nachahmungen veranlasst, zukünftig Neuanfertigungen und Ergänzungen an seinen Uhren zu kennzeichnen - der Nachwelt zuliebe!

Neu: Das KlosterMuseum in den Medien
Zeitungsberichte und Videobeiträge über das KlosterMuseum finden Sie unter der Rubrik "Interessante Links"