KlosterMuseum St. Märgen
Landschaft - Kunst - Uhrengeschichte

Schwarzwalduhren

Altes Handwerk NEU

Sonderausstellung
vom 17. 5. 2015 bis 14. 2. 2016

ÖFFNUNGSZEITEN ÜBER WEIHNACHTEN & SILVESTER 2015/ 2016

Freitag,  25.12.2015 1. Weihnachtsfeiertag  geschlossen

Samstag,  26.12.2015             10.00  –  13.00  Uhr
Führungen um 10.15 Uhr und um 11.45 Uhr

Sonntag, den 27.12.2015       10.00  –  13.00  Uhr  
Führungen um 10.15 Uhr und um 11.45 Uhr

Mittwoch, den 30.12.2015            10.00  –  13.00  Uhr  
Führungen um 10.15 Uhr und um 11.45 Uhr

Donnerstag, den 31.12.2015  10.00  –  13.00  Uhr  
Führungen um 10.15 Uhr und um 11.45 Uhr

Freitag, den 01.01.2016  Neujahr  geschlossen

Sonntag, den 03. 01.2016             10.00   –  13.00 Uhr
Führungen um 10.15 Uhr und um 11.45 Uhr

Mi., 06. Januar 2016              10.00   –   13.00 Uhr
Führungen um 10.15 Uhr und um 11.45 Uhr

Do., 07. Januar 2016                     10.00   –   13.00 Uhr
Führungen um 10.15 Uhr und um 11.45 Uhr

Genügen die Restaurierungen von Sammlern alter Schwarzwalduhren musealen Ansprüchen?

Die alte
Schwarzwalduhr im Fundzustand zu konservieren, eventuell behutsam zu restaurieren, ist nicht unbedingt die Vorgehensweise vieler Sammler und Hobbyrestauratoren.
Ein unvollständiges Uhrwerk, ein Uhrwerk ohne Schild oder gar ein Automat ohne Funktion gewinnen ihren Reiz für einen Sammler erst, wenn ein solches Fundstück vervollständigt und seine vermeintliche Funktion wieder hergestellt ist.
Dieses Vorgehen von Sammlern wird dann fraglich, wenn Ergänzungen vorgenommen werden, für die, wie in den meisten Fällen, Vorlagen fehlen. Insbesondere wenn solche Ergänzungen

oder Restaurierungen täuschend echt gelungen sind, schlägt das
Herz eines jeden Sammlers und Hobbyrestaurators höher.

Im Kunsthandel spräche man hier schlicht von Fälschung.
Bei der Restaurierung von Schwarzwalduhren prallen also sehr gegensätzliche Ansichten aufeinander. Andererseits sind viele Handwerkstechniken und Materialien, die bei der Herstellung früher Schwarzwalduhren ihre Anwendung fanden, in Vergessenheit geraten oder heute nicht mehr verfügbar. Hier sind es aber gerade die Perfektionisten unter den Sammlern und Hobbyrestauratoren, die alte, zum Teil nicht mehr ausgeübte Handwerkstechniken
wieder auferstehen lassen.

Uhrenschilder in Hinterglasmalerei oder Lackschilder entstehen mit der gleichen Perfektion wie früher. Marmorierte Papiere mit Mustern, wie sie im 19. Jahrhundert üblich waren, werden wie einst mit Ochsengalle, Kamm und Kleisterbad hergestellt. Fehlende Zahnräder und Zeiger,
egal ob aus Holz oder aus Messing, werden einzeln und pass genau angefertigt und zu einem funktionierenden Uhrwerk zusammengesetzt. Datumsanzeigen oder auch astronomische
Anzeigen werden rekonstruiert oder in alter Manier an einem geeigneten Fundstück ergänzt. Automatenfiguren oder auch Musikspielwerke erwachen zu neuem Leben.
Der Enthusiasmus von Sammlern alter Schwarzwalduhren und ihr vereinzelter Hang zum Perfektionismus führt zur Entdeckung alter Handwerkskunst und kombiniert diese wo nötig mit geeigneten, heute verfügbaren Materialen und Fertigungsmethoden. Alte Uhren und Automaten werden zu neuem Leben erweckt. Der Besucher der Ausstellung kann sich selbst ein Bild von der Perfektion der neuen „alten“ Uhrenteile und Ergänzungen machen. Vielleicht wird aber auch der eine oder andere Sammler, der die Ausstellung besucht, durch die Qualität der Nachbauten und Nachahmungen veranlasst, zukünftig Neuanfertigungen und Ergänzungen an seinen Uhren zu kennzeichnen - der Nachwelt zuliebe!

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